Allgemeines zu Umluftkollektoren

Umluftkollektoren werden von verschiedenen Herstellern angeboten, z. B. von AIRSOL und airwasol.

Beim Umluftkollektor wird die Luft dem Raum entnommen, im Kollektor erwärmt und anschließend in den Raum zurückgeführt. Bei diesem Betriebsmodus ist die in den Raum strömende Luft bei Sonneneinstrahlung immer wärmer als die Raumluft. Nachteilig ist, dass keine Frischluft in den Raum gelangt.

Umluftkollektoren haben in der Regel auf der Rückseite zwei Öffnungen - gelegentlich auch an den Stirnseiten - den Luftein- und -auslass.

Generell können die Kollektoren liegend (horizontal) oder stehend (vertikal) angebracht werden. Insbesondere wenn der vertikal montierte Kollektor nur einen Raum mit warmer Luft beliefert, ist eine Durchströmung von oben nach unten sinnvoll. Bei einem üblichen Luftdurchsatz von 80 bis 100 m³ pro Stunde und Quadratmeter wird die Luft bei guter Sonneneinstrahlung um 25 bis 30 °C (physikalisch korrekt um 25 bis 30 K) erwärmt.

Eine einfache Regelung vergleicht die Temperaturen im Raum und im Kollektor. Ist letztere höher, wird der Ventilator eingeschaltet. Ist ein Photovoltaikmodul in den Kollektor integriert, kann die Regelung entfallen. Denn das Modul liefert nur Strom an den Ventilator, wenn die Sonne scheint. Die Regelung schützt den Raum vor Überhitzung und übernimmt die Aufgabe, den Luftdurchsatz durch den Kollektor jahreszeitlich zu verändern. Denn reduziert man den Luftvolumenstrom, so vergrößert sich die Temperaturerhöhung und umgekehrt. Weitere Informationen zu Regelungen finden Sie hier >>>.

Umluftkollektoren werden bevorzugt zum Beheizen von Räumen, Wohn- und Bürogebäude, Seniorenheime und Krankenhäuser, Kirchen, Schwimm- und Turnhallen, Werkstätten und Lagerhallen, Berghütten, etc. eingesetzt.

Die nachfolgenden Abbildungen zeigen verschiedene Einsatzmöglichkeiten von Umluftkollektoren.

Im ersten Fall wird Luft aus dem Raum abgesaugt, im Kollektor erwärmt und anschließend in den Raum zurückgeblasen. Dies ist die meist verbreitetste Einsatzform.

Schematische Darstellung eines Luftkollektorsystems mit Umluftkollektor

Wegen der Luftdichtheit moderner Gebäude werden immer häufiger so genannte kontrollierte Lüftungen (Zwangslüftungen) eingesetzt. Mit deren Hilfe erwärmt die warme Abluft aus den Räumen die kalte Zuluft über einen Wärmetauscher. In diesen bestehenden Luftkreislauf können Umluftkollektoren eingebunden werden, wie die nachfolgende Abbildung zeigt.

Schematische Darstellung einer kontrollierten Lüftung integriertem Umluftkollektor

Einen ganz anderen Ansatz verfolgen so genannte Hypomuren- und -caustenheizungen, die von antiken römischen Villen und Thermen bekannt sind. Der Mauer ist eine dünne zweite Mauer vorgeschaltet. Die warme, solarbeheizte Luft zirkuliert in diesem Hohlraum, erwärmt die Innenwand, die den Raum mittels Wärmestrahlung beheizt.

Schemazeichnung einer Hypomurenheizung mit integriertem Umluftkollektor.

Speziell bei Anlagen mit Umluftkollektoren kann eine Erweiterung um einen Wärmespeicher sinnvoll sein. Weitere Information zu Wärmespeichern finden Sie hier >>>.

Förderprogramme

Der Einbau von Luftkollektoren und die Realisierung von solaren Luftsystemen werden bezuschusst. Einen Überblick über die am häufigsten genutzten Föderprogramme finden Sie hier:

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Informationen und Antrag
Liste förderfähiger Kollektoren

Freistaat Bayerns (10.000 Häuser Programm, Luftkollektoren und Wärmespeicher)

Landeshauptstadt München (Sondermaßnahmen)

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